FESTIVAL FÜR FILME ZUR KUNST

DOKUARTS 11

Die elfte Ausgabe von DOKUARTS umfasste 24 neue Dokumentarfilme aus 16 Ländern, darunter 12 Arbeiten von Filmemacherinnen. Alle Filme waren erstmalig in Berlin zu sehen, die meisten als Deutschlandpremieren. Zahlreiche Filmemacher*innen stellten ihre Arbeiten persönlich vor, darunter Filme mit und über:

Hal Ashby, Luis Barragán,
Ingmar Bergman, Milford Graves,
Harry Gruyaert, Michel Houellebecq,
Alfredo Jaar, Stanley Kubrick,
Yayoi Kusama, Agnes Martin,
Rocío Molina, Haruki Murakami,
Iggy Pop, Raghu Rai, Raoul Ruiz,
Daniel Schwartz, Garry Winogrand,
Joel-Peter Witkin und Jerome Witkin
.

DOKUARTS 11 zeigt das gesamte faszinierende und lebendige Formenspektrum des zeitgenössischen unformatierten dokumentarischen Schaffens. Insbesondere unkonventionelle persönliche Künstlerportraits, Essayfilme, Langzeitbeobachtungen und die Dokumentation von Arbeitsprozessen sind selten geworden in der deutschen Medienlandschaft, erfreuen sich jedoch international großer Beliebtheit bei Filmemachern und dem Publikum, obwohl sie meist nur am Rande der großen Festivals vereinzelt aufzufinden sind. Alle Künste können hierbei vertreten sein: Musik, Literatur, Malerei, Bildhauerei, Architektur, Literatur, Lyrik, Theater, Kino, Fotografie, Tanz, Konzeptkunst, Experimentalfilm, Schauspiel, Filmmontage.

DOKUARTS 11 präsentiert mit seinem Programm das Gedächtnis der Künste und ihre Bedeutung für die Gegenwart. Das Projekt stellt eine in Europa einmalige Plattform für Filme-
macher*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen zum Austausch über genrespezifische Filme und Diskurse zur Kunst dar.

Im Rahmen des European Month of Photography wurden 6 Filme zur Kunst der Fotografie am Wochenende 12.-14. Oktober gezeigt. Europa- und Deutschlandpremieren und die Anwesenheit der Fotografen Harry Gruyaert und Daniel Schwartz prägten dieses zweite Festivalwochenende.

Das diesjährige Symposium Unformatiert / Beyond Format fand in Kooperation mit dem European Documentary Network statt. Es setzte sich mit der historischen, gegenwärtigen und fortschreitenden Formatisierung der Medien- und Kulturlandschaft, sowie mit den Zusammenhängen zwischen Produktionsbedingungen, Ästhetik und Politik von Filmen zur Kunst auseinander und diskutierte Zukunftsperspektiven für den unformatierten Dokumentarfilm.